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Windkraft: Spannende Zahlen und Fakten zum Strom aus der Luft
08. September 2020

Windkraft: Spannende Zahlen und Fakten zum Strom aus der Luft


Die ersten Windkraftanlagen zur Stromerzeugung wurden im späten 19. Jahrhundert errichtet und blieben bis nach dem Zweiten Weltkrieg unverändert. Moderne Anlagen sind dagegen Riesen und werden von Jahr zu Jahr stärker. Die «Haliade-X 12» des US- Herstellers General Electric (Baujahr 2021) mit einer Leistung von 12 Megawatt und dem Rotordurchmesser von 220 Metern, könnte Strom für 16'000 europäische Haushalte erzeugen.

Im Jahr 2019 waren in der Schweiz 37 Gross-Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 75 Megawatt (MW) installiert. Vor allem im Jura und in den Alpen herrschen sehr gute Windverhältnisse. Trotzdem scheitern viele Projekte am Konfliktpotenzial bezgl. Landschafts- und Naturschutz. Kritische Aspekte sind insbesondere die langwierigen Bewilligungsverfahren, die mangelnde Akzeptanz der betroffenen Bevölkerung und die Wirtschaftlichkeit (Kosten, Windergiebigkeit und Anzahl Volllaststunden).

Wind allein ist trotzdem keine Patentlösung. Es braucht weiterhin klassische Kraftwerke oder Speicher. Zudem ist Management zwischen Angebot und Nachfrage essenziell. Zum Beispiel durch das Betreiben von Wärmepumpen und Ladestationen für Elektroautos mit Windstrom. Ausserdem könnte überschüssiger Windstrom zur Herstellung von grünem Wasserstoff dienen, der sich speichern und transportieren lässt.

Quelle: VSE am 03.09.2020

Bildquelle: Unsplash