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Ein zweites Leben für die Batterie
25. August 2020

Ein zweites Leben für die Batterie


Der Lithium-Ionen-Akku ist das Herzstück des Elektroautos. Was passiert nach der Lebenszeit mit den teuren Speichern? Warum sollten ausrangierte Batteriezellen aus der Automobilbranche nicht als Stromspeicher für Einfamilienhäuser eingesetzt werden? Aus dieser Idee entstand 2019 ein Startup, das bereits mehrere Preise gewonnen hat. Ein Prototyp befindet sich im Test, ab Mai 2021 soll dieser vermarktet werden. Partnerunternehmen schliessen das Produkt fachmännisch an. Damit könnten beispielsweise die Besitzer von Einfamilienhäusern den Ertrag ihrer Photovoltaikanlagen speichern und damit autarker werden. Noch gibt es jedoch nur wenige Rückläufer aus den Fahrzeugen, die Zahl wird sich mit dem Erfolg der Elektromobilität aber exponentiell erhöhen. Auch das Recycling der Batterien hat Fortschritte gemacht. 90% der Bestandteile aus Kobalt, Nickel und Kupfer werden wiedergewonnen, an Verfahren für die Rückgewinnung von Mineralien wie Lithium wird noch gearbeitet. Dennoch spart eine Lebensverlängerung als Speicher mehr Energie und Rohstoffe als die Rezyklierung.

Quelle: NZZ am Sonntag vom 16.08.2020

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